ADHS-Paartherapie ist sinnvoll, wenn eine:r oder beide Partner:innen ADHS-Merkmale zeigen und sich daraus wiederkehrende Reibungspunkte ergeben, Reizüberflutung, Vergesslichkeit, impulsive Reaktionen oder ein anderes Tempo im Alltag.
Im Erstgespräch geht es nicht um Diagnosen, sondern um die Beziehung: Welche Muster spielen sich ein? Welche Erwartungen treffen aufeinander? Was wirkt entlastend?
Unsere Arbeit ist ADHS-sensibel. Wir wissen, dass ein Gespräch auch mal sprunghaft verläuft, dass ein Gedanke mitten im Satz verloren geht oder die Aufmerksamkeit kippt, und richten Tempo, Struktur und Pausen darauf aus.
Niemand muss sich hier zusammenreißen oder besonders organisiert wirken. Es geht darum, dass Sie als Paar einen Rahmen finden, in dem beide gut mitkommen und sich verstanden fühlen, auch wenn ADHS den Alltag mitprägt.
Typische Anzeichen, dass ein erstes Gespräch hilfreich sein kann:
Vergessene Absprachen oder liegengebliebene Aufgaben enden immer wieder im selben Vorwurf.
Eine:r organisiert für beide und fühlt sich eher wie ein Elternteil als wie Partner:in, während die:der andere sich kontrolliert fühlt.
Impulsive Worte im Streit treffen tiefer, als sie gemeint waren, und wirken tagelang nach.
Sie führen dasselbe Gespräch zum wiederholten Mal und landen am Ende doch immer am gleichen Punkt.
Sie möchten gemeinsam verstehen, was an Ihren Mustern ADHS ist und was nicht, ohne sich gegenseitig Schuld zu geben.
Manchmal zeigt sich im Gespräch, dass eine:r von Ihnen vor allem mit dem eigenen ADHS-Alltag ringt, mit Selbstorganisation, Reizregulation oder dem Gefühl, ständig hinterherzulaufen. Geht es weniger um das Miteinander als um Ihren persönlichen Umgang mit ADHS, kann die ADHS-Einzelberatung in Kiel der passende Rahmen sein.